Neuer Förderschwerpunkt IKT für Elektromobilität II
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) will mit dem Technologiewettbewerb "IKT für Elektromobilität II" ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE-Aktivitäten) sowie Piloterprobungen zur beschleunigten Entwicklung und breitenwirksamen Nutzung ganzheitlicher, auf Informations- und Kommunikationstechnologien gestützter Konzepte der Elektromobilität fördern. Hierzu hat die Bundesregierung in ihrer IKT-Strategie "Deutschland Digital 2015" vom 10. November 2010 erste konkrete Vorschläge vorgelegt. Mit dem Technologiewettbewerb "IKT für Elektromobilität II" werden wesentliche Elemente dieser IKT-Strategie aufgegriffen.
Der Technologiewettbewerb ist eingebettet in den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (NEP) der Bundesregierung vom August 2009, der den Rahmen für künftige Technologieentwicklungen und für eine anzustrebende Markteinführung von Elektrofahrzeugen in Deutschland bildet.
Der Technologiewettbewerb "IKT für Elektromobilität II" setzt sich den Ausbau des Technologie- und Industriestandorts Deutschland, die Integration der Fahrzeuge in das Stromnetz und die Schaffung einer neuen IKT-basierten Mobilität als strategische Ziele.
Zwischen den Infrastrukturen Elektrizitätsversorgung und Verkehr sowie den vielfältigen Formen von Elektrofahrzeugen wird es zukünftig zahlreiche systemübergreifende Konvergenzprozesse geben. Dabei soll mithilfe der IKT eine wechselseitige Optimierung der Verkehrs- und Energiesysteme in Richtung Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Leistungsfähigkeit angestoßen werden.
Der vorliegende Technologiewettbewerb ist ganzheitlich angelegt und fokussiert dabei die Förderung von Forschung und Entwicklung auf das "Dreieck" aus "Smart Car", "Smart Grid" und "Smart Traffic".
1.) Smart Car (Intelligentes Fahrzeug mit neuer IKT-Systemarchitektur)
Im Zentrum stehen insbesondere die Reduzierung von Gewicht und die Erhöhung der Reichweite, die Senkung von Komplexität und Kosten sowie die Realisierung neuer Funktionen im Fahrzeug.
2.) Smart Grid (intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Energieversorgungssystem)
Intelligente Fahrzeuge müssen zukünftig eng mit dem zunehmend durch IKT gesteuerten Energienetz interagieren, um die Netzstabilität nicht zu gefährden und das Potential der alternativen Energien ausschöpfen zu können. Ziel muss es zum einen sein, das Laden von E-Fahrzeugen so zu steuern, dass es nicht zu Überlastungen im Verteilnetz kommt. Darüber hinaus könnten Elektrofahrzeuge durch intelligente Steuerungsmechanismen in Zukunft als zusätzliche Stromreserve und mobile Speicher genutzt werden, die z.B. "Ökostrom" tanken und nicht benötigten Fahrstrom in Zeiten hoher Nachfrage ins Verteilnetz zurückspeisen.
3.) Smart Traffic (Intelligente Verkehrsinfrastruktur zur Erhöhung von Effizienz, Reichweite und Sicherheit)
Bei Smart Traffic steht die intelligente Vernetzung der Verkehrskomponenten Infrastruktur, Verkehrsmanagement, Fahrzeug und Fahrzeugbetrieb im Vordergrund. Dabei gilt es, die Möglichkeiten IKT-gestützter Navigation so zu nutzen, dass Elektromobile optimal in die Verkehrsinfrastruktur integriert werden..jpg)
Abbildung: Infografik IKT für Elektromobilität II