Interview mit Bundesminister Rainer Brüderle zum Thema Mobilität

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Interview mit Bundesminister Rainer Brüderle zum Thema Mobilität

PRESSEMITTEILUNG

08.04.2011 Hannover

Interview mit Bundesminister Rainer Brüderle zum Thema Mobilität

Elektromobilität spielt eine wichtige Rolle im Energiekonzept der Bundesregierung. Was sind die Vorteile?

Elektromobilität hat vielfältige Vorteile für die Wirtschaft und die Umwelt. Zum Beispiel sichert sie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Automobilindustrie und macht uns unabhängiger vom Öl. Auch leistet Elektromobilität einen Beitrag zum Klimaschutz, denn vollgetankt mit Strom aus Sonne, Wind und Wasser geben Elektrofahrzeuge praktisch keine Emissionen ab. Schließlich spricht noch ein weiterer Punkt für die Elektromobilität: Künftig können Elektrofahrzeuge vielleicht zu stabileren Stromnetzen beitragen, indem sie als mobile Stromspeicher dienen. Stromspeicher werden immer wichtiger, denn gerade der Strom aus den erneuerbaren Energiequellen schwankt stark. Der Wind weht eben nicht immer, wenn wir das Licht anschalten. Die Sonne scheint nicht immer, wenn wir Elektrizität benötigen. Mit Elektrofahrzeugen sind neue Lösungen denkbar. Das macht die Elektromobilität zu einem zentralen Bestandteil unserer Energiepolitik.


Wie fördern Sie die Elektromobilität?

Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen rollen. Dazu investieren wir massiv in Forschung und Entwicklung. Dort sehen wir den größten Bedarf. Bei der Grundlagenforschung kann der Staat die besten Impulse für die Entwicklung setzen. Bis 2011 geben wir 500 Millionen Euro dafür aus. Für die folgenden Jahre sind weitere Mittel in ähnlicher Höhe vorgesehen.


Welche Veränderungen im Branchengefüge ruft die Elektromobilität hervor?

Die Welt der Mobilität ist im Umbruch. Die Elektromobilität eröffnet uns viele neue Möglichkeiten. Alte Platzhirsche könnten von ihren angestammten Revieren vertrieben werden. Neulinge werden versuchen, sich Chancen zu sichern. Das macht die Entwicklung so spannend. Dabei ist die Elektromobilität nicht nur ein Thema für die klassische Automobilbranche. Diese Technologie schafft ganz neue Wertschöpfungsketten – und das branchenübergreifend. Das beginnt bei Rohstoffen und geht über das Elektrofahrzeug bis hin zum Recycling der Werkstoffe. Viele Branchen können sich hier einbringen. Ich denke da zum Beispiel an die Energiewirtschaft oder aber den IKT-Bereich, die hier zusammengeführt werden müssen. Mit der Gründung einer Nationalen Plattform Elektromobilität haben wir alle Akteure an einen Tisch gebracht. Die Plattform arbeitet seit Mai. Dort können sich die wichtigsten Branchen in Deutschland vernetzen. Erste Ergebnisse liegen schon vor.


Interview: HMI
Quelle: www.hannovermesse.de

 


Weiterführende Informationen


Zum Interview auf der Website der HMI

IKT für Elektromobilität auf der HMI 2011

IKT für Elektromobilität auf der Website des BMWi