Wie kommt der Wind in den Tank? - Mit intelligenten Strom- und Verkehrsnetzen in die Zukunft
Wie lässt sich mit intelligenten Strom- und Verkehrsnetzen die Zukunft gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Fachkonferenz der Hanns Seidel Stiftung und des VDE, die am 7. Juli stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Experten aus Forschung, Politik und Industrie über technische Voraussetzungen und politische Perspektiven für eine flächendeckende Einführung von Elektrofahrzeugen sowie über Wettbewerbschancen für den Standort Deutschland.
Eine der Kernbotschaften lautet, dass Elektromobilität dabei helfen kann die Netzsteuerung verbrauchsseitig zu optimieren. Demnach soll die Anbindung des Elektroautos an das Stromnetz dazu beitragen, die Schwankungen bei der Energieerzeugung aus regenerativen Energien - insbesondere aus Windenergiequellen - durch die Speicherkapazitäten der Elektromobile auszugleichen. Dies bedeutet, dass die Integration erneuerbarer Energieträger in das Stromnetz durch den Ausbau der Elektromobilität maßgeblich unterstützt werden kann.
Außerdem eröffnet die Verbindung von Elektromobilität und intelligenten Netzen (Smart Grids) wichtige Perspektiven für den Standort Deutschland. Ein wichtiger Faktor für das Bestehen auf dem internationalen Markt ist dabei die Entwicklungsgeschwindigkeit, bei der Länder wie China und die USA derzeit stark zulegen. Ein Risiko für den Standortvorteil wird bei der ausreichenden Verfügbarkeit von Fachleuten, insbesondere von Ingenieuren mit einer passenden Ausbildung für die neuen Technologien, gesehen.
Des Weiteren wurde die aktuelle VDE-Studie zur Elektromobilität sowie die politischen Perspektiven für Energie und Verkehr aus Sicht der bayrischen Landespolitik vorgestellt.
Im Anschluss der Präsentationen fand eine Podiumsdiskussion mit der Fragestellung "Rückenwind für E-Mobility?" statt.
Programm der Fachkonferenz
16:00 Uhr
- Eröffnung und Begrüßung:
Dr. Peter Witterauf, Geschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung
Heinrich Wienold, Sprecher der VDE-Landesvertretung Bayern - 2020: Technische Perspektiven für E-Mobility
Prof. Dr.-Ing. Jochen Kreusel, ABB, Mitglied im VDE-Präsidium und Vorsitzender der Energietechnischen Gesellschaft im VDE - Wie kommt der Wind in den Tank? Vorstellung aktueller VDE-Studien zur Elektromobilität
Prof. Dr.-Ing. Rik W. De Doncker, RWTH Aachen, Vorstand der Energietechnischen Gesellschaft im VDE - Politische Perspektiven für Energie und Verkehr
Siegfried Schneider, MdL, Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei - Made in Germany ? Versorgungssicherheit mit Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität - Status und Ausblick
Tim Schäfer, Head of SC, Li-Tec Battery GmbH - Standortvorteil Deutschland für E-Autos
Prof. Dr.-Ing. Klaus Wucherer Präsident der IEC International Electrotechnical Commission, Genf
18:00 Uhr
- Rückenwind für E-Mobility ?Podiumsdiskussion mit den Referenten und Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann Präsident der TU München
Moderation: Ursula Heller, Bayerischer Rundfunk
19:00 Uhr
- Get together
20:00 Uhr
- Ende der Konferenz