Fachgruppe Interoperabilität
Die Interoperabilität der von den Modellprojekten zu entwickelnden Lösungen unter Beachtung des internationalen Standes der Technik und der Normung war den Bundesministerien BMWi und BMU, die das gemeinsam durchgeführte Förderprogramm „IKT für Elektromobilität“ aufgelegt haben, von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Die „Fachgruppe Interoperabilität“ (FG IOP EM) der Begleitforschung diente der Umsetzung dieses Anliegens.Insbesondere verfolgte die Fachgruppe das Ziel, die in den einzelnen Modellprojekten erarbeiteten Lösungen zum intelligenten Einsatz von IKT in der Elektromobilität miteinander zu vergleichen, Möglichkeiten zu einer interoperablen Gestaltung von Protokollen und Schnittstellen zu prüfen und gemeinsam Lösungsvarianten unter Beachtung des internationalen Standes von Normung und Standardisierung zu erarbeiten.
An der von der Begleitforschung moderierten, projektübergreifenden Zusammenarbeit in der FG IOP EM beteiligten sich aktiv ca. 50 Experten aus allen 7 Modellprojekten des Förderprogramms. In diese Zusammenarbeit wurden auch Mitglieder nationaler Normungsgremien wie DKE und DIN mit eingebunden, um gegebenenfalls Einfluss auf laufende und neue Normungsbestrebungen nehmen zu können.
Der Schwerpunkt der Fachgruppenarbeit - durchgeführt im Zeitraum von September 2009 bis August 2011 in Form von sechs Fachgruppentreffen und der zwischenzeitlichen permanenten und parallelen Arbeit von fünf Task Forces (TF) - fokussierte sich auf Beiträge zur interoperablen Gestaltung von Lade- und Abrechnungsszenarien für ein nationales Roaming. Dazu gehören
• der Entwurf einer technischen Spezifikation für den RFID-basierten Zugang zu Ladesäulen auf Basis von DESFire (TF-Leiter Herr Johannes Bauer, Bosch Group / Modellprojekt Meregio mobil),
• eine Prozessspezifikation für den alternativen Zugang zu Ladesäulen durch den Einsatz von Mobiltelefonen (TF-Leiter Herr Dr. Jörg Heuer, Siemens / Modellprojekt Harz.EE-mobility),
• der Entwurf zur Spezifikation eines ID-Schemas für beide Zugangsarten sowie des ID-Handling-Prozesses, die als Vorschlag zur Standardisierung als DINSPEC eingereicht wurde (TF-Leiter Herr Stephan Voit, RWE / Modellprojekt e-Mobility)
• eine Spezifikation für den Abrechnungs-Interface-Daten-Austausch (Roaming) von Ladedaten (TF-Leiter Herr Jörg Röhlen, regio iT aachen / Modellprojekt Smart Wheels)
Die vier von den Task Forces erarbeiteten und in der gesamten Fachgruppe abgestimmten Abschlussdokumente sind bereits die Basis für Implementierungen in den Modellprojekten. Aus den Implementierungen resultierende praktische Erfahrungen werden die Spezifikationen aus den Abschlussdokumenten in der Folgezeit ergänzen.
Die Modellprojekte des BMWi/BMU Förderprogramms möchten hiermit die von ihnen erarbeiteten Ergebnisse gerne allen (auch zukünftigen) Elektromobilitäts-Projekten zur Verfügung stellen. Dies soll dazu anregen, die von der FG IOP EM erarbeiteten Ergebnisse zu übernehmen, darauf auf-zubauen und ggf. weiter zu entwickeln. Damit möchte die FG IOP EM einen, über die Laufzeit des Förderprogramms hinausgehenden Beitrag zum Voranbringen der Elektromobilität leisten.
Die vier Abschlussdokumente stehen dem interessierten Fachpublikum im PDF-Format hier zum Download zur Verfügung. Für Fragen zum Inhalt oder bei Interesse einer Weiterentwicklung stehen die in den Dokumenten genannten Kontakt-personen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.